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Promotionsvorhaben

Zentrale Forschungsfrage des Promotionsvorhabens:
Inwieweit ermöglichen auf Künstlicher Intelligenz basierende Interaktionsansätze eine ethisch sichere, identitätsbewahrende User Experience für neuronale Interfaces, die klassische Benutzerforschung bei simultaner physisch-digitaler Bewusstseinsexistenz übersteigen?

ODIN ist ein neuronales Betriebssystem, das die digitale Welt mit dem menschlichen Gehirn vereint, Geräte überflüssig macht und Nutzer:innen digitale Overlay-Elemente direkt neuronal steuern lässt – für eine unmittelbare, natürliche User Experience.

Die Basis für ODIN und die Zukunftsforschung: Das User-Experience-Paradigma muss neu gedacht werden, denn neuronale UX unterscheidet sich radikal von screenbasierten Interfaces. Klassische Methoden wie bspw. Personas (demografische Archetypen), Customer Journey Maps (lineare Touchpoint-Pfade), AIDA-Funnels (von Aufmerksamkeit zur Handlung) oder Sinus-Milieus (psychografische Segmente) modellieren bewusste Entscheidungen und beobachtbares Verhalten. Sie versagen bei ODIN, da sie neuronale Zustände (kognitive Last, Fatigue oder Flow), Identitätsverschmelzung („Bin ich noch ich?“), Neuro-Vertrauen (Vertrauen in geistige Kopplung) und ethische Komfortzonen teilweise komplett ignorieren. Dabei entstehen potenzielle Gefahren. Diese umfassen Autonomieverlust durch unbewusste RAG-Overlays („Dark Neuro Patterns“), psychische Überlastung (permanenter neuronaler Input), Identitätskrisen in dualer Existenz und gesellschaftliche Spaltung (nur Technikaffine profitieren). Umfragen der RWTH Aachen zeigen: 68 % empfinden BCIs als „bedrohlich für die Identität“ (Kies et al., 2023). Hier braucht es neue Ansätze, die Bewusstseinsdynamiken, RAG-gestützte neuronale Integration und langfristige Persönlichkeitsveränderungen systematisch erfassen.

Innovationskern: Dual Consciousness Design Method (DCDM)

Die während der Forschungsphase zu entwickelnde Dual Consciousness Design Method (DCDM) soll User Experience Lücken als eigenständige UX-Theorie für potentiell identitätsverändernde BCI überwinden. Sie ersetzt lineare Zyklen wie AIDA oder Customer Life Cycles durch Dual-Consciousness Cycles (sollen festlegen, wann Overlays ethisch zulässig sind), die die simultane Existenz physischen und digitalen Bewusstseins modellieren. Demografische Personas werden durch Cognitive-Identity-Profiles (triggern gezielte Fachwissens-Abrufe aus personalisierten Datenbanken) ersetzt, welche Kontrollbedürfnis, „Transhumanismus-Akzeptanz“ und ethische Sensibilität abbilden. Journey Maps werden in Dual-Reality-Journeys transformiert, welche die physischen Handlungen, neuronale Aktivierungen, digitale Overlays und subjektive Identitäten parallel erfassen.

Ziel der Promotion wird es sein, einen Grundsatz für ethische Neuro-User-Experience zu erschaffen und zu erforschen, welche (Gestaltungs-) Richtlinien geschaffen werden müssen für eine Zukunft, in der Gedanken die digitale Welt steuern.


AD:DITA ist eine interdisziplinäre Masterarbeit, die den Einfluss Künstlicher Intelligenz auf kreative, kognitive und ethische Prozesse untersucht. Im Spannungsfeld von Design, Neurologie, Psychologie, Philosophie und Ethik erforscht das Projekt, wie sich Wahrnehmung, Intuition und Entscheidungsverhalten verändern, wenn menschliche und maschinelle Intelligenz zusammenwirken.

Durch experimentelle, interaktive Installationen werden datengetriebene Gestaltungsprozesse sichtbar und erfahrbar gemacht – als ästhetisch-reflexive Untersuchung über die Zukunft von Gestaltung, Bewusstsein und Verantwortung im Zeitalter algorithmischer Systeme.

Die AD:X bildet das theoretische und methodische Zentrum der Arbeit. Sie beschreibt die Schnittmenge aus Conversational User Interface (CUI)Conversational User Experience (CUX) und Interaction Design (IxD) – eingebettet in eine darüberliegende Ebene aus Artificial Intelligence (AI)User Interface (UI) und User Experience (UX).

So entsteht ein mehrschichtiges Framework, das die Beziehung zwischen Mensch und Maschine als dynamischen, dialogischen Gestaltungsraum begreift: Künstliche Intelligenz wird nicht nur als Werkzeug, sondern als Mitgestalterin von Erfahrung, Kommunikation und Ästhetik verstanden – als aktiver Teil einer neuen, symbiotischen Designkultur.

Bestandteile der AD:X

Ein interdisziplinärer Forschungsansatz, der Design, Künstliche Intelligenz, Neurologie, Psychologie, Philosophie und Ethik verbindet.

AD:DITA untersucht, wie datengetriebene Systeme menschliche Wahrnehmung, Entscheidungsprozesse und kreative Gestaltung beeinflussen. Sichtbar und erlebbar werden diese Wechselwirkungen durch interaktive, ästhetische User Experience.